The Rock'n'Roll Mad Joker
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Was Tiefsinniges...

Ich weiß, mein letzter Blogeintrag ist schon wieder Monate her. Ich war schon im Tagebuchschreiben ne Niete, deswegen überrascht mich das nicht sonderlich. Mal abgesehen davon, dass ich sowieso bezweifle, dass jemand meinen Schund hier liest *gg*

Ich hab keine Ahnung was genau mich dazu bewegt, ausgerechnet jetzt und ausgerechnet heute einen Eintrag zu schreiben. Vielleicht weil mir seit ein paar Tagen unaufhörlich die gleichen Gedanken im Kopf herum schwirren und ich sie nicht wirklich sortiert bekomme. Ich wunder mich immer wieder über mich selbst, hab keine Ahnung ob ich einfach nur dämlich oder wirklich hochgradig masochistisch bin, aber das was ich mir grade selbst antue geht auf keine Kuhhaut mehr. Es geht – wie so oft wenn es melodramatisch wird – um die Liebe. Genauer gesagt um mein Liebesleben, das jetzt seit gut einem Jahr sozusagen nicht-existent ist.
Ich bin eigentlich fest entschlossen daran etwas zu ändern, denn sehen wir es mal realistisch: so schön die Freiheiten des Single-Daseins auch sein mögen, kein Mensch ist gerne allein.

Im Verlauf des letzten Jahres hatte ich eine Menge Gelegenheiten, Leuten näher zu kommen, die mich äußerlich angesprochen haben. Ich hab mir eingebildet mich verliebt zu haben und bin voll auf die Schnauze gefallen damit. Sagen wir so, ich hatte den jungen Mann quasi schon in meinem Bett und was ist passiert? Er hat auf dem Boden vor meinem Bett gepennt. In dem Moment ist mir klar geworden, dass es ein fieses Wort in meinem Leben gibt, das mich immer noch verfolgt und das ich einfach nicht loswerde. Dieses Wort lautet „Ex“.

Ein offizielles Coming-Out hatte ich nie und es wird auch nie eins geben. Zum einen weil ich meine erz-konservative Mutter wahrscheinlich so ins Grab bringen würde, zum anderen weil ich mich generell nicht als lesbisch oder bisexuell bezeichnen würde. Aber wenn es eben einen Menschen gibt, den man so nahe an sich ran lässt, über den man beinahe alles weiß und dem man so sehr vertraut, dann interessiert es einen nicht mehr, welches Geschlecht dieser Mensch nun hat. Leider sehen das nicht alle so und leider hatte ich jede Menge Probleme damit. Probleme, die mit Sicherheit auch teilweise Schuld daran waren, dass es mit dieser einen Person zuende gegangen ist. Und Probleme, die dafür sorgen werden, dass es nie wieder so werden könnte, wie es einmal war.

Ich vermisse sie.
Das ist für mich inzwischen klar wie sonst kaum was in meinem Leben. Ich versuche mich abzulenken. Ich flirte gerne und ich weiß, dass es in meiner unmittelbaren Nähe mindestens eine Person gibt, die sich ein Bein ausreißen würde, um mir so nahe sein zu können, wie sie es einmal war. Und gern würde ich diese Person an mich ran lassen, aber ich kann es nicht.
Es ist seit unserer Trennung kein Tag vergangen, an dem ich nicht an sie gedacht hab. Anfangs hab ich sie gehasst für alles was sie getan hat, das weiß ich noch… aber jetzt wo unsere Beziehung über ein Jahr offiziell vorbei ist, weiß ich nichtmal mehr warum genau wir uns überhaupt noch gestritten haben. Ich weiß nicht was sie jetzt macht, weiß nicht ob sie inzwischen jemand anderen gefunden hat, dem sie morgens vor der Schule Kaffee ans Bett bringt… aber der Gedanke daran, dass es so jemanden wieder für sie gibt tut unglaublich weh. Ich war nie ein Mensch, der daran geglaubt hat dass es für jeden Menschen nur eine wahre Liebe gibt… und ehrlich gesagt finde ich diesen Gedanken immer noch ein wenig lächerlich. Aber dass ich selbst nach einem Jahr und all dem Scheiß den wir durchgemacht haben immer noch nicht abschließen und weitermachen kann, macht mich dann doch stutzig.

Ich bekomm gar keine Chance sie zu vergessen. Nicht wenn es weiterhin dieses Mädchen gibt, das mich jeden Tag mit unseren Gesprächen aufheitert. Dieses Mädchen, das so sehr ist wie sie, dass ich wirklich überzeugt war – oder es vielleicht sogar noch bin – dass sie es ist. Inzwischen wünsche ich mir, dass sie es ist, aber ich feiges Huhn werde mit Sicherheit nicht die Zähne auseinander bekommen. Ich hab ein Talent dafür alles kaputt zu machen, was mir lieb und teuer geworden ist. Deswegen werd ich zurück stecken und einfach die Gespräche mit ihr genießen, die Rumblödelei und den Gedanken daran, dass ich das damals auch mit ihr gekonnt habe.
Ich weiß genau, dass ich sie wieder haben will. Und genauso weiß ich, dass ich sie nicht wieder haben kann. Zum einen hab ich sie so sehr enttäuscht, dass es mich nicht wundern würde, wenn sie mich mit dem Arsch nicht mehr ansieht. Zum anderen gibt es immer noch dieses ekelhafte Problem das gewisse Menschen mit unserer Beziehung hatten und weiter haben werden. Menschen, die mir mindestens genauso wichtig sind, wie sie es war und irgendwo immer noch ist.

Vielleicht ist das ein typischer Fall von „es hat nicht sollen sein“… vielleicht ist es aber auch wirklich diese einzig wahre Liebe und ich renn gradewegs dran vorbei. Wär nur typisch für mich…

Lebensweisheit des Tages: „Das Leben ist voller Leid, Krankheit, Schmerz – und zu kurz ist es übrigens auch“ – Woody Allen

 

28.1.08 17:40
 


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